March 2013
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February 2013
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Aktuelle Lektüre: 1913 von Florian Illies, über dessen sonstiges Œuvre man am besten den Mantel des Schweigens breitet. Und trotzdem hinterlässt seine jüngste Veröffentlichung auf den ersten 30 Seiten (oder, um es Kindle-gemäß zu formulieren: auf den ersten 10%) einen ausnehmend guten Eindruck.
In einem Nebensatz auf den ersten Seiten des Buches findet die Neue Berliner Sternwarte Erwähnung, die 1830 an der Friedrichstraße von Schinkel errichtet und 1913 bereits wieder abgerissen wurde.

Ich weiß nicht, ob es an meinem im Gegensatz zu den anderen Sinnen recht gut ausgeprägten Orientierungssinn liegt, aber in jeder mir halbwegs vertrauten Stadt, kann ich alte Bilder und Fotografien problemlos im heutigen Bild einer Stadt verorten. Das vom Bombenkrieg vergleichsweise verschont gebliebene München ist so ein Fall. Doch selbst im Ruhrgebiet lässt mich mein Orientierungssinn selten im Stich. Auch den Aufnahmewinkel kann ich für gewöhnlich problemlos verorten und nachstellen.
In Berlin gelingt mir das nur äußerst selten. Sehe ich Aufnahmen vom Potsdamer Platz aus der Vorwendezeit, so bin ich bereits komplett orientierungslos. Gleiches gilt für andere bekannte Plätze und Straßen, die sich im Laufe der letzten 20 Jahre so sehr gewandelt haben, wie andere Städte in 200 Jahren nicht.
Zu Weihnachten bekam ich einen Satz von alten Fotografien aus dem Berlin Anfang des 20. Jahrhunderts geschenkt.

Als ich vor einigen Wochen mit den Fotografien in der Manteltasche die abgebildeten Orte aufsuchte, machte ich die oben geschilderte Erfahrung: Nur Orte, die von Natur aus wenig neuerliche Bebauung zulassen (wie etwa die Friedrichsbrücke) konnte ich wiedererkennen. Andere Orte hingegen überfordern mein Orientierungsbewusstsein zu einem solchen Grad, dass ich komplett verloren bin. Eine interessante Erfahrung.


On the eve of Kraftwerk’s eight night residency at the Tate Modern, Jack is joined by David Buckley, music writer and author of a new biography of the German electronic pop pioneers. Among the revelations in his book is evidence that a serious obsession with cycling contributed to the slowing of the band’s musical output in the 1980s and, ultimately, the break-up of the group’s classic line-up.
via thebikeshow.net
January 2013
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It turns out that, as with so many of the things we “know” are right, the idea that serif typefaces are more readable than non-serif typefaces simply isn’t supported by the evidence.
In der Wochenend-Beilage der SZ vom 26. und 27. Januar 2013 den Artikel Fürchtet euch nicht gelesen, in dem Harald Hordych über Hochhäuser in deutschen Metropolen und im speziellen über die Stadt Frankfurt schreibt. Als wäre nicht schon alles damit gesagt, dass sich eine Stadt den Beinamen Mainhattan gibt.

Das neue Album von Tocotronic ist der Inbegriff des postmodernen Zwiespalts: Solange die Band zeitgenössische Diskurse aus einer ironischen Perspektive betrachtet hat, waren sie gut. Sobald sie, wie aktuell geschehen, sich konstruktiv in diese Diskurse einbringen wollen, scheitern sie grandios.